Blau 2011
RGB – Das Reich der Farben
Beim JugendMedienSommer waren unsere Themen: Rot, Grün und Blau. Die drei Farben bilden die Abkürzung RGB. Dadurch, dass die Farben gemischt werden, kann man eine riesige Menge an unterschiedlichen Farben bilden. Alle Geräte, die etwas mit Licht abbilden, arbeiten mit RGB. Das können Kameras, Fotoapparate oder Monitore sein. Die Technik in den verschiedenen Monitoren ist sehr unterschiedlich, trotzdem können sie alle RGB darstellen. Während bei einem Röhrenbildschirm das Bild in Zeilen von oben nach unten aufgebaut wird, hat ein LCD-Bildschirm (Liquid Crystal Display) Pixel. Die Pixel sind rasterförmig angeordnet und bestehen aus jeweils drei Farbpunkten: Rot, Grün und Blau. Die Farbpunkte werden zum Leuchten gebracht. Dadurch entsteht ein buntes Bild. Der Nachteil ist, dass LCD-Bildschirme sehr schlecht Schwarz darstellen können. Das kommt daher, dass die schwarzen bzw. ausgeschalteten Farbpunkte Licht von den anderen abbekommen, sodass sie nicht ganz schwarz sind. Beim Druck einer Zeitung beispielsweise wird nicht mit RGB gearbeitet, sondern mit CMYK (Cyan, Magenta, Yellow,Black), da ein Drucker kein Licht druckt, sondern mit flüssigen Farben arbeitet.
Tipps für Fotografen
Damit die Farben gut abgebildet werden, muss man beim Filmen oder Fotografieren darauf achten, dass es hell genug ist und alles richtig eingestellt ist. Sehr wichtig ist der Weißlichtabgleich, bei dem mit dem Fotoapparat auf ein weißes Blatt gezoomt wird. Dann wird die Kamera so eingestellt, dass das Blatt wirklich weiß ist. Wenn dieser Abgleich nicht gemacht wird, verfärbt sich das Bild und es ist zum Beispiel zu viel Blau oder Rot darin. Im Licht einer Glühbirne zum Beispiel würde das Bild ohne Weißlichtabgleich gelblicher als bei Tageslicht wirken. Für gute Fotos wird daher empfohlen, einen Weißlichtabgleich durchzuführen.
Multimediateam vor Ort – Besuch in der Lokalredaktion der AZ
Mittwoch, 20. Juli 2011, in der Mainzer Innenstadt. Das Multimediateam des JugendMedienSommers rettet sich aus dem Regen in das Großbüro der Lokalredaktion der Allgemeinen Zeitung. Dort wird das Multimediateam von Herrn Werner Wenzel, Redakteur der Lokalredaktion, begrüßt. Pünktlich um zehn Uhr drängt sich das Multimediateam gemeinsam mit den Mitarbeitern der Redaktion in das Büro der Chefin, um „beobachtend“ an der täglichen Redaktionssitzung teilzunehmen. Nach der Blattkritik folgt die Planung der nächsten Ausgabe. Viel Zeit bleibt dafür nicht, denn schon um 11.30 Uhr steht für die Chefin eine Telefonkonferenz mit der Zentralredaktion auf dem Lerchenberg an. Wenzel schiebt seine Recherchen für den Tag raus und nimmt sich Zeit für ein intensives Gespräch mit dem Multimediateam. „Nach hinten raus ist immer Zeit“, so der Redakteur und berichtet, dass ein Zehn-Stunden-Tag durchaus normal für ihn und seine Mitarbeiter sei. Auf aktuelle und drängende Tagesmeldungen müsse schließlich flexibel reagiert werden, sodass der eigentlich geplante Artikel schon mal hinten anstehen müsse.
Wenzel ist lange im Geschäft und kann dem interessierten Nachwuchs einige Tipps für den Berufseinstieg geben. Als er 16 Jahre alt war, wollte er sich bei einem Redakteur seines Lokalblattes darüber beschweren, dass in der Zeitung kein Artikel über das Konzert seiner Lieblingsband zu finden sei. „Dann schreib du doch einen“, so die Antwort des Redakteurs. Wenzel schrieb und blieb – für inzwischen dreißig Jahre. „Sich in Praktika bewähren“, so Wenzel, die Fähigkeit und Motivation auf andere Menschen zuzugehen, mit ihnen zu reden und zuzuhören, sei ein wichtiger Faktor um Erfolg im Job zu haben. Ein Studium in einschlägigen Bereichen wie Publizistik oder Germanistik sei hingegen weniger wichtig. Die jungen Leute sollten sich lieber auf einen Fachbereich konzentrieren, der sie auch interessiert.
„Ich kenne jeden Mainzer hier in der Stadt über maximal einen Kontakt“ – Damit unterstreicht Wenzel die Wichtigkeit eines großen und engen Netzwerkes für seine Arbeit als Redakteur. Dass der Aufbau eines solchen Netzwerks Jahre braucht, steht außer Frage. Das Multimediateam hat mit seinem Besuch in der AZ Lokalredaktion erste Fäden für ein solches Netz spinnen können.











